Vivere on Tour – in Wiedenbrück

Am 21. April 2018 war es wieder so weit. Etliche Klöster öffneten an diesem Tag ihre Pforten und boten Einblicke, die üblicherweise ausschließlich Ordensmitgliedern vorbehalten sind. So lud auch das Franziskanerkloster Wiedenbrück Interessierte ein, ein wenig ins Klosterleben einzutauchen.

Vortrag Wiedenbrück 2018 Vortrag Wiedenbrück 2018

Ein solches Angebot macht natürlich neugierig und so kam es, dass an diesem Tag eine Vielzahl von Menschen in den Klostergarten strömte. Teilweise wurden sogar große Anfahrtswege in Kauf genommen, hatte man so doch endlich einmal die Gelegenheit, ganz konkrete Fragen direkt von einem Franziskanerbruder beantwortet zu bekommen.

Vortrag Wiedenbrück 2018

Und das tat Bruder Korbinian, der Guardian des Klosters Wiedenbrück, unermüdlich. Er zeigte sein Kloster, erklärte die Historie, berichtete Wissenswertes aus dem Klosterleben: Das Publikum hing an seinen Lippen. Um den Gästen einen kurzweiligen Tag zu gestalten, hatte Bruder Korbinian ein interessantes und vielseitiges Programm ausgearbeitet. Kloster- und Sakristei-Führungen wurden hier ebenso angeboten wie auch Klangschalenmeditationen und QiGong-Mitmachaktionen im Garten.

In diesem Rahmen bot sich zudem die Gelegenheit, dem interessierten Publikum die Bewegung Vivere vorzustellen. Dies geschah in mehreren anregenden Vorträgen, die Dieter Bruns aus der Vivere-Regionalgruppe Ohrbeck zu verschiedenen Zeiten des Tages den Gästen präsentierte.

Neugier und Interesse waren groß und so ergaben sich im Anschluss regelmäßig spannende Diskussionen. Insbesondere das Interesse an der franziskanischen Spiritualität, aber auch der Austausch unter Gleichgesinnten war es, der die interessierten Menschen in den Bann zog. Adressen wurden ausgetauscht, um Einladungen für künftige Vivere-Treffen zu erhalten.

Für Vivere war dieser Tag, zu dem Bruder Korbinian einlud, ein wertvoller Tag.

Vortrag Wiedenbrück 2018

Beendet wurde er bei schönstem Wetter mit einem Freiluft-Gottesdienst im Garten. Auch hier war, wie schon während des ganzen Tages spürbar, der Geist des Herrn mit dabei.

07.05.2018 Andrea Bruns, Vivere Regionalgruppe Ohrbeck

Bring Licht nach Aleppo

 

Bring Licht nach Aleppo


Hoffnung, wo es scheinbar keine Hoffnung mehr gibt

Aleppo ist das Sinnbild schlechthin für den Syrienkrieg. Mehr als 75% der Einwohner sind tot oder vertrieben, die Stadt ein Trümmerhaufen. Der Franziskanerpater Ibrahim Alsabagh hat sich 2014 von Rom nach Aleppo versetzen lassen, um den Menschen vor Ort beizustehen. Die Berichte aus seinem Alltag und seine Briefe erschüttern und geben einen unvermittelten Blick mitten ins Leiden. Zugleich sind sie ein starkes Plädoyer für Frieden und gegen Hass. Ein Hass, gegen den Pater Ibrahim ankämpft mit seinem festen Glauben und Einsatz für Versöhnung.

„Das Leben in Aleppo ist absurd. Hier zu bleiben, ist nach menschlichem Ermessen Wahnsinn. Wir Ordensbrüder aber tun es. Wir wollen den Menschen helfen. Jetzt ist die Zeit, um präsent zu sein, sich zum Nächsten zu machen, sich der Armen und aller anzunehmen, die leiden: Wir sind mit ihnen arm, leiden mit ihnen und beten zum fürsorglichen, barmherzigen Vater.“ (Pater Ibrahim Alsabagh)

Unsere Vivere-Bewegung, die dem Geist des Heiligen Franziskus folgt, unterstützt Pater Ibrahim und seine franziskanischen Brüder bereits seit über einem Jahr bei ihrem beispiellosen Einsatz für die Hilfebedürftigen.
Die Not in Aleppo ist grenzenlos. Es fehlt an den wesentlichen Dingen des täglichen Lebens, die Menschen haben keine Arbeit, die Preise sind enorm angestiegen
und 90 % der Familien benötigen Unterstützung.
Die Brüder verteilen Monats-Pakete im Wert von:

Diese Hilfe kommt direkt bei den Menschen vor Ort an!

Bringen Sie ein Licht nach Aleppo und spenden Sie konkret für ein Monatspaket.
Sprechen Sie bitte auch andere Menschen an, sich an der Aktion zu beteiligen.
Wir dürfen die Menschen in Aleppo nicht vergessen.

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“
(Mt 25)

Wenn auch Sie helfen möchten, legen Sie Ihren Beitrag in dieses Päckchen und bringen Sie es bis zum 20.1.2018 in die Bücherwelt Leinefelde, in die Eichsfelder Bücherstube Heiligenstadt, die Buchhandlung Wetzel in Heiligenstadt oder auf den Hülfensberg. Zu Gunsten dieser Aktion gestaltet VIVERE am dritten Advent den Gottesdienst um 10 Uhr. Auch außerhalb der Gottesdienste besteht die Möglichkeit, Ihr Päckchen bis Heilige Drei Könige bei den Brüdern abzugeben.
Gern erstellen Ihnen die Brüder vom Hülfensberg eine Spendenquittung. Bitte geben Sie dazu Ihre Adresse mit in das Päckchen.


Presseberichte:
Zeitungsartikel von der Thüringer Allgemeine vom 03.02.2018

Thüringer Allgemeine vom 04.02.2018
Thüringer Allgemine vom 20.12.2017
Thüringer Allgemine vom 14.12.2017
Thüringer Allgemine vom 06.12.2017

Johannes- und Familienwallfahrt am 25.06.2017

Familienwallfahrt Familienwallfahrt

Vivere unterstützte mit verschiedenen Aktionen die diesjährige Johannes- und Familienwallfahrt auf dem Hülfensberg, die unter dem Motto „Bau meine Kirche auf“ stand.

Familienwallfahrt Familienwallfahrt

Wir waren an mehreren Ständen aktiv, wo Kerzen gestaltet wurden, Holzkreuze und Marienbilder angefertigt werden konnten und es gab „Stockbrot“ zum selber backen am offenem Feuer.

Familienwallfahrt

Heinrich begleitete musikalisch die Wallfahrt mit einem Projektchor und bei der Abschlussandacht.

Familienwallfahrt Familienwallfahrt

So haben wir auch zu einem fröhlichen Wallfahrtstag auf dem Hülfensberg beigetragen, wo die Familien Vorfahrt hatten.

Familienwallfahrt Familienwallfahrt

Kurzbericht bei MDR Thüringen Journal:.

Kurzbericht vom Begegnungstreffen im Franziskanerkloster Großkrotzenburg

Plakat

Vom 21.–23. April 2017 trafen sich 16 franziskanisch bewegte Menschen im Kloster Kreuzburg in Großkrotzenburg um Vivere kennenzulernen.

Die Teilnehmenden kamen überwiegend aus dem Rhein-Main-Gebiet und drum herum (zwischen Hamburg und Heidelberg). Wir wurden von den Brüdern herzlich im Kloster aufgenommen und aufs Beste versorgt.

Nach geistlicher und körperlicher Stärkung (Vesper und Abendessen) widmeten wir den Freitag Abend dem gegenseitigen Kennenlernen und den Fragen nach Motivation und Erwartungen für das Wochenende. Spannend war z.B. die Frage, welchem der vier im Sonnengesang beschriebenen Elementen (Wind, Wasser, Feuer, Erde) man sich charakterlich nahe fühlt. Der Abend endete mit einem fröhlichen Abschluss im „Pferdestall“.

Am Samstag wurde intensiv gearbeitet. Direkt nach Morgenlob und Frühstück ging es in Gruppen, die sich mit dem franziskanischen Leben in den drei Dimensionen Welterfahrung, Gottsuche und Gemeinschaftsleben befassten. Es wurden fleißig Poster mit den Kernpunkten erstellt, die im Plenum vorgestellt wurden, bevor man in die wohlverdiente Mittagspause ging. Da sich das Wetter etwas gebessert hatte, konnten wir einen Frühlingsspaziergang machen. Das Kloster liegt direkt am Wald.

Grosskrotzenburg Gruppenbild

Nach der Kaffeerunde mit leckeren Kuchen(Donauwellen – den Brüdern sei Dank!) wurden Informationen über Vivere angeboten: Wie ist Vivere entstanden? Was ist bisher geschehen? Die Ergebnisse des letzten überregionalen Jahrestreffens – Leitbild und Strukturskizze – wurden vorgestellt und erläutert. Danach gab es in Gruppen die Gelegenheit die Gedanken zum Leitbild zu vertiefen und mit den am Vormittag erarbeiteten Kernpunkten franziskanischer Spiritualität abzugleichen. Dabei wurden in den Gruppen ganz unterschiedliche Fragen diskutiert. Teils ging es mehr um die franziskanische Spiritualität, teils um Strukturfragen und die Verortung von Vivere im bunten Flickenteppich der franziskanischen Familie.

Mit rauchenden Köpfen gingen wir in die Vesper. Arbeit nach dem Abendessen war nicht mehr vorgesehen. Wir hatten genug Gesprächsstoff für den „Pferdestall“.
Am Sonntag wurde das Wochenende abgerundet mit einem Rückblick auf die Ergebnisse des Vortags, einer Auswertungsrunde und der Verabredung für ein weiteres Treffen, dass am 10. Juni im Meditationszentrum Heilig Kreuz in Frankfurt stattfinden wird.

Grosskrotzenburg Meditativ

Wir beendeten das Wochenende mit der gemeinsamen spirituellen Erfahrung eines Gottesdienstes mit Bibelteilen. Nach einem letzten guten Mittagessen verabschiedeten wir uns von den Brüdern und brachen auf – mit Bedauern, dass das schöne Wochenende schon vorbei war, und der Hoffnung, dass es nicht das letzte war.

Altenpflege auf Franziskanisch

Br. Johannes berichtet über seinen Besuch in der Pflegewohngemeinschaft von Heike Bringmann

Schon längst bevor sich Heike der franziskanischen Gemeinschaft Vivere anschloss, setzte sie franziskanische Ideen in Ihrem beruflichen Leben als Altenpflegerin um.
Nach langjähriger Erfahrung in der stationären und häuslichen Pflege, machte sie sich selbständig, um ihre eigenen Wertvorstellungen in der Pflege umsetzen zu können. Neben einem häuslichen Pflegedienst gründete sie noch zwei Pflegewohngemeinschaften. In den beiden Häusern leben 9 bzw. 10 Bewohner in ihren eigenen Zimmern. Ihr liegt es in diesen Einrichtungen am Herzen, die individuellen Bedürfnisse der älteren Menschen wahrzunehmen und darauf einzugehen. Aus ihrer Erfahrung heraus hat sie festgestellt, dass es außer der häuslichen Pflege und der Pflege im Heim noch eine weitere Alternative geben muss. So entstand die Idee, eine Altenwohngemeinschaft zu gründen. Ein ganz wichtiger Beweggrund zur Einrichtung der Gemeinschaften war auch, dass es den Menschen „aus dem Dorf“ so möglich ist, in ihrem Dorf zu bleiben. Die sozialen Verbindungen bleiben bestehen und jetzt kommt „das Dorf“ ins Haus.

Seniorenwohngemeinschaft

Die Begrenzung auf 10 Plätze schafft eine familienfreundliche Atmosphäre und lässt zu, dass sich auch die Bewohner mit ihren Fähigkeiten einbringen können. Küche und Aufenthaltsraum sind offen miteinander verbunden. Außer dass alle so im alltäglichen Geschehen nahe beieinander sind, kommen noch die wunderbaren, vertrauten Küchengerüche hinzu und wer möchte kann mitkochen, backen oder Ratschläge geben.
Großen Wert legt Heike auf die Schulung der MitarbeiterInnen. Wer bei Ihr angestellt wird, muss die individuelle Pflege wollen und das Leitbild des Hauses unterstützen. Die Betreuung rund um die Uhr wird durch Fach -und „Präsenzkräfte“ gewährleistet. Das Fachpersonal wird bei Bedarf durch Pflegekräfte aus dem ambulanten Pflegedienst verstärkt.

Mir zeigte der Besuch, dass es doch eine Alternative zu herkömmlichen Altenheimen gibt, und Franziskus an diesem familiären Miteinander seine Freude hätte. Im nächsten Jahr wollen wir mit der Vivere-Gemeinschaft dort einen Tag mit den Bewohnern gemeinsam gestalten.
Br. Johannes Küpper ofm, Franziskaner vom Hülfensberg

Weitere Informationen zur Wohngemeinschaft „Zum Linderfeld“: http://www.haus-zumlinderfeld.de/
Informationen zum ambulanten Pflegedienst von Heike Bringmann gibt es bei: www.pflege-zu-hause.org

18.09.2016: Barmherzigkeits- Parkour bei der Bistumswallfahrt Erfurt

Hungrige speisen

Anlässlich der Bistumswallfahrt Erfurt 2016, welches die Barmherzigkeit in den Mittelpunkt stellte, unterstützte die VIVERE Regionalgruppe Hülfensberg das Familienzentrum „Kloster Kerbscher Berg“ bei der Umsetzung eines „Barmherzigkeits- Parkour“.

Durstige tränken

Dabei konnten sich Kinder an 7 Stationen dem Thema Barmherzigkeit zuwenden. Nach aktiver Teilnahme erhielten die Kinder an jeder Station ein „Barmherzigkeits – Stempel“. Nachdem alle Stationen absolviert waren, bekamen die Kinder ein kleines Andenken von Br. Bernhard überreicht.

 

Gefangene besuchen

Der Barmherzigkeits- Parkour hatte folgende Stationen:

  1. Hungrige speisen
  2. Durstige tränken
  3. Fremde nicht abweisen
  4. Kranke besuchen
  5. Gefangene besuchen (Negatives Verhalten mit Liebe begegnen)
  6. Frierende bekleiden
  7. Tote nicht vergessen

 

Frierende bekleiden

Die Aktion wurde von den Kindern sehr gut angenommen und man spürte ihren Spaß sowie ihr Interesse an den jeweiligen Stationen. Wir hatten wieder viel Freude, als franziskanisch inspirierte Gruppe in der Öffentlichkeit sichtbar zu sein.

Tote nicht vergessen

Sehr schön wurde von Pia, Br. Johannes und Thomas auf einer Show- Bühne unser Vivere Projekt vorgestellt. Als besonders Bonbon verteilten wir zum ersten Mal unsere frisch gedruckten Flyer. Rundum war es ein gelungener und schöner Tag, der uns als Gruppe wieder besondere Momente bescherte. Zum Abschluss spendierte uns Br. Johannes am Domplatz eine Runde lecker Eis!

Preisverleihung gruppe

Besonderen Dank gilt Pia, die den Barmherzigkeits- Parkour auf die Beine gestellt hat. Vielen Dank für dein Engagement!